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<title>Rache</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Rache</span></h1>
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<p><b>Rache</b> (zugehöriges <a href="Verb" title="Verb">Verb</a> <i>rächen</i>) ist eine Handlung, die den Ausgleich von zuvor angeblich oder tatsächlich erlittenem <a href="Unrecht" title="Unrecht">Unrecht</a> bewirken soll. Von ihrer Intention her ist sie eine Zufügung von Schaden an einer oder mehreren Personen, die das Unrecht begangen haben sollen. Oft handelt es sich bei Rache um eine physische oder psychische <a href="Gewalt" title="Gewalt">Gewalttat</a>. Vom <a href="Verbrechen" title="Verbrechen">Verbrechen</a> wird sie im archaischen Recht durch die Rechtmäßigkeit unterschieden.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Überblick"><span id=".C3.9Cberblick"></span>Überblick</h2></div>
<p>Rache (althochdeutsch <i>râhha</i>, altsächsisch <i>wrâka,</i> angelsächsisch <i>wraec</i>, isländisch <i>ræki</i>, „treiben, jagen, verfolgen; vergelten, bestrafen, rächen“)<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> ist, außer in nordischen Quellen, kein wohldefinierter Rechtsbegriff. Er wird daher von <a href="R%C3%B6misches_Recht" title="Römisches Recht">römisch-rechtlich</a> orientierten Rechtshistorikern gemieden.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die <a href="Antikes_griechisches_Recht" title="Antikes griechisches Recht">griechische Rechtsgeschichte</a> bezeugt hingegen einen rechtsförmigen Rachebegriff.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die politischen Entscheidungen und Gewalthandlungen von Figuren wie <a href="Menelaos" title="Menelaos">Menelaos</a>, <a href="Odysseus" title="Odysseus">Odysseus</a> oder <a href="Orestes" title="Orestes">Orestes</a> bezeugen weniger eine archaische Gewaltbereitschaft, als einen Zwang zur Rache durch das Recht selbst<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> – mit festen juristischen Regeln und Vorgaben für das richtige „Rachemaß“ (in Analogie zum heutigen Strafmaß).<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In der deutschen Rechtsgeschichte wird der Begriff meist im Zusammenhang mit der <a href="Fehde" title="Fehde">Fehde</a> gebraucht. Es ist ein alter gemeingermanischer Rechtsbegriff, der das „Setzen außerhalb des Landrechts, und die Austreibung aus dem Lande infolge eines Angriffs auf den Landfrieden bezeichnete“. Es war die mildere, weil nicht entehrende Strafe, im Gegensatz zur Verurteilung zur <a href="Vogelfreiheit" title="Vogelfreiheit">vogelfreien</a> Existenz (<a href="%C3%84chtung" title="Ächtung">Ächtung</a>).<sup id="cite_ref-gr14-14_6-0" class="reference"><a href="#cite_note-gr14-14-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In manchen Gesellschaften traf den zur Rache Verpflichteten ein <a href="Fluch" title="Fluch">Fluch</a>, wenn er die Rache nicht vollzog.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Im gegenwärtigen deutschsprachigen Raum wird Rache als ein emotional gesteuerter Akt angesehen, der der Rechtsordnung widerspricht, wenn er das <a href="Gewaltmonopol_des_Staates" title="Gewaltmonopol des Staates">Gewaltmonopol des Staates</a> verneint. In der archaischen Gesellschaft war die Rache dagegen ein Mittel zur Durchsetzung des Rechts und zur Wiederherstellung des sozialen Friedens. Rache verstieß nicht gegen die Rechtsordnung, sondern das Recht war auf den Rächenden teilweise angewiesen, um überhaupt strafen zu können.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Rechtsgeschichte">Rechtsgeschichte</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Vorchristliche_Zeit">Vorchristliche Zeit</h3></div>
<p>Für den Ursprung gibt es zwei Thesen: Die eine besagt, dass ursprünglich nur die Rache geherrscht habe und der Einzelne oder <a href="Gemeinschaft" title="Gemeinschaft">Gemeinschaften</a> (<a href="Sippe" title="Sippe">Sippen</a>) sich ihr Recht selbst genommen hätten. Später habe der Staat diese Selbstjustiz eingeschränkt. Die andere These besagt, dass die Rache als in der Gesellschaft anerkanntes Mittel der Rechtswahrung die Rechtsgemeinschaft bereits voraussetzt.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ein gesellschaftlicher Zustand, in dem es an einem allgemeinen Rechtsempfinden völlig gefehlt habe, ist historisch nicht festzustellen. Schon dass die Rache eine Verletzung voraussetzt, deren Unrecht auch vom verletzenden Täter grundsätzlich empfunden wird (wenn auch nicht notwendig in Bezug auf die verletzte Person), setzt ein rudimentäres übergreifendes Rechtsempfinden voraus. In der archaischen Gesellschaft entspricht dem Recht auf Rache auf der Gegenseite der Verlust jeglichen Rechtsschutzes. Dieser Verlust tritt automatisch mit der Missetat ein, die die Rache nach sich zieht. Eines irgendwie gearteten Urteilsspruches bedarf es nicht. Das Problem bestand alsbald darin, dass der Rächende seine Berechtigung zur Rache und deren Umfang selbst feststellte. Dies führte zu einer fortschreitenden Reglementierung.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Antike">Antike</h4></div>
<p>In der frühgriechischen Antike beschreibt Rache keinen Grundtrieb zur Gewalt, sondern einen Zwang zur Umsetzung von Gesetzen.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Existenz der Blutrache ist für die Zeit der Abfassung der homerischen Epen nicht belegbar.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Erst mit dem drakontischen Recht wird das Blutrecht überhaupt erst in Athen eingeführt.<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Davor war es gängige Praxis, Rache- und Gewaltrechte vom jeweiligen Inhaber durch Lösegaben, Waren oder Gold loszukaufen. Residuen überwintern im Versuch, den Groll Achilles’ durch kostbare Stuten und Frauen zu besänftigen. Der Handel mit Racherechten wird offenbar durch den Einfluss von Rechtsgelehrten aus Delphi in Griechenland stark eingeschränkt.<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Dabei lassen sich interessante Züge zur Gewaltverpflichtung und zu regelrechten Handelsverboten mit Racherechten aufzeigen. In der Rechtsentwicklung verpflichtet das griechische Recht zunächst zur Gewalt, statt sie – wie gemeinhin angenommen – zu domestizieren. Zuvor konnte mit materiellen Werten entschädigt werden. Die griechisch-römische Antike betrachtet die Rache als einen Akt der Gegenseitigkeit (Erwiderungsmoral).<sup id="cite_ref-ge746_13-0" class="reference"><a href="#cite_note-ge746-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Tue Gutes denen, die dir Gutes tun, schade denen, die dir schaden.<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Es gab die <i>heilige Pflicht zur Rache</i> für bestimmte Personengruppen, die dem Geschädigten besonders nahestanden, etwa durch Verwandtschaft, Freundschaft oder <a href="Gastfreundschaft" title="Gastfreundschaft">Gastfreundschaft</a>. Die Pflicht zur Rache war erblich.<sup id="cite_ref-Gaudemet_15-0" class="reference"><a href="#cite_note-Gaudemet-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Oft wurden Kinder ausdrücklich nur gezeugt, um die Rache des Vaters weiterzubetreiben, was auch die Kinder zu Opfern der Rache machen konnte. „Ein Narr ist der, der den Vater tötet und die Söhne davonkommen lässt.“<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Sie löste in der Regel auch eine Gegenrache aus, so dass ihr eine Dauer über Generationen innewohnte.
</p><p>Der aktiven <a href="Solidarit%C3%A4t" title="Solidarität">Solidarität</a> der zur Rache Verpflichteten entsprach die passive Solidarität der Familie des Missetäters. Nur wenn der Schuldige sich von seinem Verband trennte, konnte er diesem die Rache ersparen.<sup id="cite_ref-Gaudemet_15-1" class="reference"><a href="#cite_note-Gaudemet-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Nicht der Schaden selbst, sondern der Verlust der <a href="Ehre" title="Ehre">Ehre</a> war treibendes Motiv. Die Rechtsverletzung war auch eine Kränkung, die den Zorn, den <i><a href="Furor" class="mw-redirect" title="Furor">furor</a></i>, die <i>ira</i> erzeugte. Die Ehre sollte durch die Rachehandlung wiederhergestellt werden, was für die soziale Stellung wichtig war.
</p><p>In der griechischen Antike ist auch eine Tendenz zur überschießenden Rache zu bemerken.<sup id="cite_ref-ge746_13-1" class="reference"><a href="#cite_note-ge746-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die erste schriftliche Regelung und Eindämmung bewirkte 621 v.&nbsp;Chr. <a href="Drakon" title="Drakon">Drakon</a> von Athen. Inwiefern Drakon aber möglicherweise eine Racheverschärfung gegenüber dem Rechtszustand in den Epen darstellt, ist umstritten.<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Mit zunehmender Verschriftlichung des Rechts seit dem 7. Jahrhundert v. Chr. wurde die Rache zunehmend reglementiert, so in der Bezeichnung der zur Rache verpflichteten Gruppen.<sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Im Weiteren wurde der <a href="Strafprozess" class="mw-redirect" title="Strafprozess">Strafprozess</a> ein Mittel zur Reglementierung der Rache, löste sie aber keineswegs ab. So konnte man sich im römischen <a href="Quaestio_(Rechtsgeschichte)" title="Quaestio (Rechtsgeschichte)">Quästionenprozess</a> <i>auf dem Forum</i> rächen.<sup id="cite_ref-19" class="reference"><a href="#cite_note-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Noch <a href="Augustus" title="Augustus">Augustus</a> bezeichnete seinen Sieg über die Cäsarmörder <a href="Gaius_Cassius_Longinus_(Verschw%C3%B6rer)" title="Gaius Cassius Longinus (Verschwörer)">Cassius</a> und <a href="Marcus_Iunius_Brutus" title="Marcus Iunius Brutus">Brutus</a> als Rache für <a href="Gaius_Iulius_Caesar" title="Gaius Iulius Caesar">Cäsar</a>.<sup id="cite_ref-20" class="reference"><a href="#cite_note-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Er weihte dem <i>Mars Ultor</i> (Mars der Rächer) einen Tempel.<sup id="cite_ref-21" class="reference"><a href="#cite_note-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Erst durch die Zentralisierung der Macht in der <a href="Prinzipat" title="Prinzipat">Prinzipatszeit</a> wurde die Rache entscheidend zurückgedrängt. Eine besondere Form der Rache war hauptsächlich in der frühen Antike das Rachegebet.<sup id="cite_ref-22" class="reference"><a href="#cite_note-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Tote konnten sich auch selber rächen. Der Athlet <a href="Theogenes_(Sportler)" title="Theogenes (Sportler)">Theagenes</a> von Thasos rächte sich nach seinem Tode an einem Beleidiger dadurch, dass er ihn unter seiner ehernen Bildsäule zermalmte.<sup id="cite_ref-23" class="reference"><a href="#cite_note-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Germanischer_Kulturkreis">Germanischer Kulturkreis</h4></div>
<p>Das <a href="Talion" title="Talion">Talionsprinzip</a> war auch dem germanischen Recht noch völlig unbekannt, indem es bei Ausstoßung eines Missetäters aus dem Rechtsverband keinerlei Einfluss auf das Verhalten des Rächenden mehr nahm. Erst in der <a href="J%C3%B3nsb%C3%B3k" title="Jónsbók">Jónsbók</a> wird der Racheüberschuss mit halber Buße geahndet. Diese Bestimmung war dem <a href="Landslov" title="Landslov">Landslov</a> Norwegens entnommen, wo die Rechtsentwicklung bereits weiter gediehen war.<sup id="cite_ref-24" class="reference"><a href="#cite_note-24"><span class="cite-bracket">[</span>24<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die erste Regelung bestand darin, dass die Rache nicht durch verheimlichte Tat geschehen durfte. Vielmehr hatte der Rächende seine Rachetat unverzüglich öffentlich bekannt zu machen. Andernfalls handelte es sich um Mord. Damit war gewährleistet, dass die Rechtmäßigkeit der Rache nachträglich festgestellt werden konnte. Dafür sah das altnordische, vorchristliche Recht zwei Wege vor: Der Rächer konnte es auf eine Totschlagsklage seitens der Verwandten des Erschlagenen ankommen lassen und die Berechtigung zur Rache als Einrede geltend machen oder er konnte auch selbst die „Klage gegen den toten Mann“ erheben, die auch im <a href="Sachsenspiegel" title="Sachsenspiegel">Sachsenspiegel</a> vorgesehen ist.<sup id="cite_ref-25" class="reference"><a href="#cite_note-25"><span class="cite-bracket">[</span>25<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Diese Klage nannte man „Unheiligkeitsklage“. Mit ihr ließ man feststellen, dass der Getötete seine „Mannheiligkeit“ verloren hatte.<sup id="cite_ref-26" class="reference"><a href="#cite_note-26"><span class="cite-bracket">[</span>26<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Man spricht daher in diesem Fall davon, dass „die Rache gewissermaßen eine Vollstreckung vor dem Urteil“ war.<sup id="cite_ref-27" class="reference"><a href="#cite_note-27"><span class="cite-bracket">[</span>27<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Diese Möglichkeit der nachträglichen Prüfung des Racherechtes bürdete dem Rächenden das Risiko auf, dass sein Racherecht nachträglich nicht anerkannt wurde.
</p><p>Die Befugnis zur Rache war auch auf bestimmte Handlungen beschränkt: Dazu gehörten Totschlag, Ehebruch, wobei der Nebenbuhler der Rache anheimfiel, sowie Beleidigungen beispielsweise in Form der <a href="Sodomie" title="Sodomie">Sodomie</a>. In einigen Gesetzeswerken findet sich auch der Tatbestand des Diebstahls auf frischer Tat.<sup id="cite_ref-28" class="reference"><a href="#cite_note-28"><span class="cite-bracket">[</span>28<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Zur Rache berufen war zunächst der Geschädigte selbst und beim Totschlag sein rechtmäßiger <a href="Blutrache" title="Blutrache">Bluträcher</a>. Nach dem <a href="Gulathingslov" title="Gulathingslov">Gulathingslov</a> hatte ein Mann bei <a href="Sexualverbrechen" class="mw-redirect" title="Sexualverbrechen">Sexualverbrechen</a> Rache zu üben für die Ehefrau, die Mutter, die Tochter, die Schwester, die Stiefmutter, die Schwägerin und die Schwiegertochter, nach anderen Gesetzen teils auch für weitere Personen. Bei Plünderungen im eigenen Land war jeder zur Rache berechtigt. Das Recht zur Rache wurde auch zeitlich beschränkt: Sie durfte auf Island rechtmäßig nur bis zum nächsten <a href="Althing" title="Althing">Althing</a> geübt werden.<sup id="cite_ref-29" class="reference"><a href="#cite_note-29"><span class="cite-bracket">[</span>29<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Es gab auch die Vorstellung, dass der Getötete selbst die Möglichkeit der Rache hatte, und man fürchtete ihn als <a href="Wiederg%C3%A4nger" title="Wiedergänger">Wiedergänger</a> und <a href="Werwolf" title="Werwolf">Werwolf</a>.
</p><p>Das Bestreben zur Zähmung der Rache führte auch zur Alternative einer Bußleistung durch <a href="Wergeld" title="Wergeld">Wergeld</a>.<sup id="cite_ref-30" class="reference"><a href="#cite_note-30"><span class="cite-bracket">[</span>30<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Jüdisch-christlicher_Kulturkreis"><span id="J.C3.BCdisch-christlicher_Kulturkreis"></span>Jüdisch-christlicher Kulturkreis</h4></div>
<p>Im Alten Testament wird die Rache in zweierlei Richtung behandelt: zum einen im Lamechlied, wo Lamech seinen Frauen gegenüber prahlt, jede Verletzung siebenundsiebzigfach (= unmäßig) zu rächen (<a href="Genesis_(Bibel)" title="Genesis (Bibel)"><span style="white-space:nowrap;">1 Mos</span></a> 4,24&nbsp;). Der historische Hintergrund ist umstritten. Für die eigenen Volksgenossen galt dagegen: <i>Du sollst nicht Rache üben, noch <a href="Zorn" title="Zorn">Groll</a> behalten gegen die Kinder deines Volkes, sondern du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst! Denn ich bin der Herr</i> (<a href="Levitikus" title="Levitikus"><span style="white-space:nowrap;">Lev</span></a> 19,18&nbsp;). Die Kanonisierung dieser Regeln und die Vereidigung des ganzen Volkes Israel darauf erfolgte nach 458 v. Chr. durch <a href="Esra_(Person)" title="Esra (Person)">Esra</a>. Gott wird im Alten Testament als Rächer zugelassen: „Der Herr ist ein eifriger Gott und ein Rächer, ja, ein Rächer ist der Herr und zornig …“.<sup id="cite_ref-31" class="reference"><a href="#cite_note-31"><span class="cite-bracket">[</span>31<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Im Christentum wird die Ausübung der Rache untersagt, zum Beispiel <a href="Evangelium_nach_Matth%C3%A4us" title="Evangelium nach Matthäus"><span style="white-space:nowrap;">Mt</span></a> 18,22&nbsp;. Gleichwohl hatte die frühe Kirche mit Christen, Priestern und sogar <a href="Bischof" title="Bischof">Bischöfen</a> zu kämpfen, die die Waffe des <a href="Exkommunikation" title="Exkommunikation">Exkommunikationsfluches</a> aus persönlicher Rache verwendeten.<sup id="cite_ref-32" class="reference"><a href="#cite_note-32"><span class="cite-bracket">[</span>32<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Als Rache wurde im Mittelalter das Vorgehen gegen einen Übeltäter besonders durch den höchsten göttlichen Richter angesehen. Dies kommt in den Übersetzungen aus dem Alten Testament zum Ausdruck, wo von göttlichen Strafgerichten die Rede ist.<sup id="cite_ref-gr14-14_6-1" class="reference"><a href="#cite_note-gr14-14-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Dann wurde auch das strafende Vorgehen von Menschen mit göttlicher Billigung als Rache bezeichnet. Es ist von der „Rache der Gesetze“ die Rede.<sup id="cite_ref-gr14-15_33-0" class="reference"><a href="#cite_note-gr14-15-33"><span class="cite-bracket">[</span>33<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Verzicht auf Rache gilt als <a href="Tugend" title="Tugend">Tugend</a> von Hochgestellten (als „<a href="Gro%C3%9Fmut" title="Großmut">Großmut</a>“), auch als <a href="Theologische_Tugenden" title="Theologische Tugenden">christliche Tugend</a> (<a href="Geduld" title="Geduld">Langmut</a>, <a href="Barmherzigkeit" title="Barmherzigkeit">Barmherzigkeit</a>).
</p><p><a href="Friedrich_Nietzsche" title="Friedrich Nietzsche">Friedrich Nietzsche</a> hat „<a href="Vergeltung" title="Vergeltung">Vergeltung</a>“ als natürliche Antwort des Menschen auf Gutes wie Böses gedeutet. So ist tätige <a href="Dankbarkeit" title="Dankbarkeit">Dankbarkeit</a> für ihn „die gute Rache“ (<a href="Morgenr%C3%B6te._Gedanken_%C3%BCber_die_moralischen_Vorurteile" title="Morgenröte. Gedanken über die moralischen Vorurteile"><i>Morgenröte</i></a> 138). Bleibt diese Antwort aus, so entwickelt sich das <a href="Ressentiment" title="Ressentiment">Ressentiment</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Sozialpsychologische_und_soziologische_Aspekte">Sozialpsychologische und soziologische Aspekte</h2></div>
<p>Das ungerächte Leid setzt den Verletzten in der sozialen Wertschätzung herab. Daher kam und kommt es vor, dass Personen zur Rache gedrängt werden, die von sich aus dazu nicht motiviert sind.
</p><p><a href="Soziologie" title="Soziologie">Soziologisch</a> bzw. <a href="Ethnologie" title="Ethnologie">sozialanthropologisch</a> gefasst dient die Rache der Wiederherstellung verletzter <a href="Ehre" title="Ehre">Ehre</a>, wenn diese anders nicht <a href="Vergeltung" title="Vergeltung">Genugtuung</a> findet. Man kann sie als „negative <a href="Geschenk" title="Geschenk">Gabe</a>“ auffassen, die auf eine „negative Gabe“ antwortet (<i>vgl.</i> <a href="Tausch_(Soziologie)" title="Tausch (Soziologie)">Tausch (Soziologie)</a>) – insofern besteht eine <a href="Strukturalismus" title="Strukturalismus">strukturelle</a> Ähnlichkeit der „Rache“ zur „Dankbarkeit“.<sup id="cite_ref-34" class="reference"><a href="#cite_note-34"><span class="cite-bracket">[</span>34<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Beide haben gemeinsam, dass sie von selbst mit der „gebenden Tat“ ausgelöst werden. Es bedarf keines irgendwie gearteten vorangehenden Rechtsaktes. Beide sind je nach Kulturkreis aber an bestimmte Regeln gebunden.
</p><p>Manche sprechen der Rache eine „<a href="Altruismus" title="Altruismus">altruistische</a> Logik“ zu, da das Wissen um eine mögliche Rache Regelbrüche verhindern könne.<sup id="cite_ref-schaarschmidt-2021-12-03_35-0" class="reference"><a href="#cite_note-schaarschmidt-2021-12-03-35"><span class="cite-bracket">[</span>35<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Formen der Rache sind bei fehlendem gesellschaftlichen <a href="Gewaltmonopol_des_Staates" title="Gewaltmonopol des Staates">Gewaltmonopol</a> verbreitet. Sie ist eine soziale <a href="Institution" title="Institution">Institution</a> in <a href="Gemeinschaft" title="Gemeinschaft">Gemeinschaften</a> bzw. <a href="Segment%C3%A4re_Gesellschaft" title="Segmentäre Gesellschaft">segmentären Gesellschaften</a>, in denen Kränkungen innerhalb von Untergruppierungen (Segmenten) offiziell nicht vorkommen dürfen und nicht anders behoben werden können. In diesem Rahmen ist „blinde Rache“ gerade unüblich: Mögliche Rächer und Opfer sind relativ fest durch die <a href="Sitte" title="Sitte">Sitte</a> geregelt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Psychologischer_Aspekt">Psychologischer Aspekt</h2></div>
<p><a href="Psychologie" title="Psychologie">Psychologisch</a> gesehen wird die Rache heute nicht mehr als objektiv erforderliche Handlung zur Wiederherstellung einer Ordnung, sondern als bewertungsabhängige Emotion verstanden (je nach emotionstheoretischem Standpunkt schließt die Emotion Rache<i>handlungen</i> bereits mit in den „Emotions“-Begriff ein oder die Emotion wird als zu solchen Rachehandlungen disponierend angesehen), deren Qualität und Intensität davon abhängt, ob einem Schädiger Verantwortlichkeit und Absicht unterstellt werden.
</p><p>Der „Rachgier“ – dem Wunsch nach Rache, wenn unstillbar: der „Rachsucht“ – liegen neben sozialen Konstellationen personenbezogene, ggf. tiefenpsychologisch erschließbare Bedingungen und Motive zu Grunde.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Heutiges_deutsches_Recht">Heutiges deutsches Recht</h2></div>
<p>Rache kann nach deutschem Recht ein <a href="Mordmerkmal" class="mw-disambig" title="Mordmerkmal">Mordmerkmal</a> nach §&nbsp;211 Abs.&nbsp;2 StGB in Form eines niedrigen Beweggrundes darstellen, falls die Rache ihrerseits auf niedrigen Motiven beruht.<sup id="cite_ref-36" class="reference"><a href="#cite_note-36"><span class="cite-bracket">[</span>36<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Wer einen Menschen aus niedrigen Beweggründen heraus tötet, ist wegen <a href="Mord" title="Mord">Mordes</a> – und nicht nur wegen <a href="Totschlag_(Deutschland)" title="Totschlag (Deutschland)">Totschlags</a> – zu bestrafen. Ihm droht <a href="Lebenslange_Freiheitsstrafe" title="Lebenslange Freiheitsstrafe">lebenslange Freiheitsstrafe</a>. In der Rechtsprechung wurde beispielsweise eine Tötung aus Rache für eine wahrheitsgemäße Belastung wegen einer Straftat als Mord angesehen.<sup id="cite_ref-37" class="reference"><a href="#cite_note-37"><span class="cite-bracket">[</span>37<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Rache ist nicht deckungsgleich mit dem strafrechtlichen Begriff der „<a href="Vergeltung" title="Vergeltung">Vergeltung</a>“, da Vergeltung einen deutlicheren Gerechtigkeitsbezug, d.&nbsp;h. eine Ausgleichsfunktion für erlittene Ungerechtigkeit hat.<sup id="cite_ref-38" class="reference"><a href="#cite_note-38"><span class="cite-bracket">[</span>38<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Neuzeitlicher_Sprachgebrauch">Neuzeitlicher Sprachgebrauch</h2></div><p>
Heute beinhaltet der Begriff Rache eine „leidenschaftliche und unedle Bewegtheit bei der Verfolgung eines Unrechts“.<sup id="cite_ref-gr14-15_33-1" class="reference"><a href="#cite_note-gr14-15-33"><span class="cite-bracket">[</span>33<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></p><div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„Rache, zum Beispiel, ist unstreitig ein unedler und selbst niedriger Affekt“
</p>
</blockquote>
</div><div class="cite" style="margin:-1em 0 1em 1em;">– <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261921330">
/* start https://de.wikipedia.org/ */


.mw-parser-output .Person{font-variant:small-caps}


/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><span class="Person h-card"><a href="Friedrich_Schiller" title="Friedrich Schiller">Friedrich Schiller</a></span>: <cite style="font-style:normal">Historisch–kritische Ausgabe, Band 10, S. 176.<sup id="cite_ref-39" class="reference"><a href="#cite_note-39"><span class="cite-bracket">[</span>39<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></cite></div></div>
<p>Neben dem Verb rächen wird auch „Rache an jemandem nehmen“ oder „… üben“ verwendet. Auch die Ausdrücke „Rache brüten“ oder „auf Rache sinnen“, „nach Rache dürsten“, „Rache fordern“, „Rache schwören“, „heiße Rache“, „Rachestrahl“, die „Rache kommt über jemanden“ sind übliche Wortkombinationen. Das Wort kommt auch in ironischen Wendungen vor: „Seine Rache bestand in Wolthaten, die er den Kindern seines Feindes zuwendete“.<sup id="cite_ref-40" class="reference"><a href="#cite_note-40"><span class="cite-bracket">[</span>40<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Als „brennet Raach“ wurde auch die Krankheit <a href="Ergotismus" title="Ergotismus">Ergotismus</a> bezeichnet.<sup id="cite_ref-41" class="reference"><a href="#cite_note-41"><span class="cite-bracket">[</span>41<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Es gibt nun auch Redewendungen, die völlig von einem vorangegangenen Unrecht absehen: „Es rächt“ sich nun, eine Vorkehrung nicht getroffen zu haben.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Rache_in_der_Dichtung">Rache in der Dichtung</h2></div>
<p>Die Rache – oder der <a href="Gro%C3%9Fmut" title="Großmut">großmütige</a> Verzicht auf sie – ist eins der häufigsten Motive dramatischer und epischer Literatur:
</p>
<ul><li>Der erzürnte <a href="Achilleus" title="Achilleus">Achilleus</a> greift in <a href="Homer" title="Homer">Homers</a> <i><a href="Ilias" title="Ilias">Ilias</a></i> erst wieder in den Kampf um <a href="Troja" title="Troja">Troja</a> ein, als er seinen gefallenen Freund <a href="Patroklos" title="Patroklos">Patroklos</a> rächen muss.</li>
<li><a href="Aias_der_Telamonier" title="Aias der Telamonier">Aias der Telamonier</a> will sich dafür rächen, dass <a href="Odysseus" title="Odysseus">Odysseus</a> und nicht er die Waffen des Achilleus bekommen hat; mit Wahnsinn geschlagen, wütet er unter einer Schafherde. Gestaltet von <a href="Sophokles" title="Sophokles">Sophokles</a> in seinem <i><a href="Aias_(Sophokles)" title="Aias (Sophokles)">Aias</a></i>.</li>
<li><i><a href="Medea" title="Medea">Medea</a></i> rächt sich in der gleichnamigen Tragödie des <a href="Euripides" title="Euripides">Euripides</a> für die Untreue <a href="Iason" title="Iason">Iasons</a>, indem sie dessen Braut und deren Vater verbrennt und die gemeinsamen Söhne tötet.</li>
<li>Eine der grausigsten Rachen schildert die Sage von <i><a href="Wieland_der_Schmied" title="Wieland der Schmied">Wieland dem Schmied</a></i>.</li>
<li>Im <i><a href="Nibelungenlied" title="Nibelungenlied">Nibelungenlied</a></i> nimmt <a href="Kriemhild" title="Kriemhild">Kriemhild</a> Rache für die Ermordung ihres Gatten <a href="Siegfried_der_Drachent%C3%B6ter" title="Siegfried der Drachentöter">Siegfried</a>.</li>
<li>Das Lied von <a href="Kudrun" title="Kudrun">Kudrun</a> versucht das Racheprinzip durch zahlreiche von der Titelfigur vermittelte Hochzeiten zwischen bisher Verfeindeten zu überwinden (<i>vgl.</i> <a href="Exogamie" title="Exogamie">Exogamie</a>).</li>
<li><a href="Amletus" title="Amletus">Amletus</a> begeht in der von <a href="Saxo_Grammaticus" title="Saxo Grammaticus">Saxo Grammaticus</a> überlieferten altdänischen Sage einen Massenmord, um seinen Vater zu rächen.</li>
<li>In <a href="William_Shakespeare" title="William Shakespeare">William Shakespeares</a> darauf beruhendem Drama <i><a href="Hamlet" title="Hamlet">Hamlet</a></i> kann sich die Titelfigur, von Zweifeln zernagt, nur zögernd zur Rache am Mörder des Vaters aufraffen.</li>
<li>Die <a href="Rachetrag%C3%B6die" title="Rachetragödie">Rachetragödie</a>, beruhend vor allem auf <a href="Thomas_Kyd" title="Thomas Kyd">Thomas Kyds</a> <i><a href="Die_Spanische_Trag%C3%B6die" title="Die Spanische Tragödie">Spanish Tragedy</a></i>, wird zu einem Genre des elisabethanischen Theaters.</li>
<li>In den genuinen Rachedramen <i>Der Freygeist</i> und <i>Brutus</i> von <a href="Joachim_Wilhelm_von_Brawe" title="Joachim Wilhelm von Brawe">Joachim Wilhelm von Brawe</a> schmieden die Rächer über Jahre hinweg lustvoll an äußerst komplexen Racheplänen.</li>
<li>In <a href="Heinrich_von_Kleist" title="Heinrich von Kleist">Kleists</a> Novelle <i><a href="Michael_Kohlhaas" title="Michael Kohlhaas">Michael Kohlhaas</a></i> setzt der Titelheld, dem gesunde Pferde abgemagert und elend zurückgegeben wurden, dafür ein ganzes Land in Brand.</li>
<li>Im finnischen <i><a href="Kalewala" title="Kalewala">Kalewala</a></i> rächt sich nach einem verlorenen Wettstreit der Sänger <a href="Joukahainen" title="Joukahainen">Joukahainen</a> an dem Zauberer und Sänger <a href="V%C3%A4in%C3%A4m%C3%B6inen" title="Väinämöinen">Väinämöinen</a>, indem er ihm bei dessen Ritt durch die Luft übers Nordmeer das Pferd unterm Sattel erschoss.</li>
<li>In der <a href="Trag%C3%B6die" title="Tragödie">Tragödie</a> <i><a href="Herzog_Theodor_von_Gothland" title="Herzog Theodor von Gothland">Herzog Theodor von Gothland</a></i> von <a href="Christian_Dietrich_Grabbe" title="Christian Dietrich Grabbe">Christian Dietrich Grabbe</a> nimmt die Titelfigur Rache für die vorgetäuschte Ermordung ihres Bruders.</li>
<li>In dem Roman <i><a href="Der_Graf_von_Monte_Christo" title="Der Graf von Monte Christo">Der Graf von Monte Christo</a></i> von <a href="Alexandre_Dumas_der_%C3%84ltere" title="Alexandre Dumas der Ältere">Alexandre Dumas</a> rächt sich Dantès am Ende doch nicht für das erlittene Unrecht und jahrelange Kerkerhaft. Nach einem unerbittlichen Rachefeldzug endet der Roman in einer versöhnlichen und nachdenklichen Stimmung.</li>
<li>Ein Meister der makabren Rache-Erzählung ist <a href="Edgar_Allan_Poe" title="Edgar Allan Poe">Edgar Allan Poe</a>, zum Beispiel in den Kurzgeschichten <i><a href="Das_Fass_Amontillado" title="Das Fass Amontillado">Das Fass Amontillado</a></i> und <i><a href="Hopp-Frosch" title="Hopp-Frosch">Hopp-Frosch</a></i>.</li>
<li>In der Ballade <i><a href="Die_F%C3%BC%C3%9Fe_im_Feuer" title="Die Füße im Feuer">Die Füße im Feuer</a></i> von <a href="Conrad_Ferdinand_Meyer" title="Conrad Ferdinand Meyer">Conrad Ferdinand Meyer</a> verzichtet ein Hugenotte aus Glaubensgründen auf die Rache am Mörder seiner Frau.</li>
<li>Eine über jeden Anlass hinaus wahnwitzige Suche nach Rache schildert <a href="Leo_Perutz" title="Leo Perutz">Leo Perutz</a> in seinem Roman <i><a href="Wohin_rollst_Du%2C_%C3%84pfelchen" title="Wohin rollst Du, Äpfelchen">Wohin rollst Du, Äpfelchen</a></i> von 1928.</li>
<li>In <i><a href="Der_Besuch_der_alten_Dame" title="Der Besuch der alten Dame">Der Besuch der alten Dame</a></i> von <a href="Friedrich_D%C3%BCrrenmatt" title="Friedrich Dürrenmatt">Friedrich Dürrenmatt</a> rächt sich die Titelfigur für eine 40 Jahre zuvor erlittene <a href="Dem%C3%BCtigung" title="Demütigung">Demütigung</a>.</li>
<li><a href="Liste_gefl%C3%BCgelter_Worte/G#Gottes_Mühlen_mahlen_langsam." title="Liste geflügelter Worte/G">Gottes Mühlen mahlen langsam</a>. Dieses Sprichwort ist der Anfang des Sinngedichtes <i>Göttliche Rache</i> von <a href="Friedrich_von_Logau" title="Friedrich von Logau">Friedrich von Logau</a> und besagt, dass jeder für sein Unrecht früher oder später die gerechte Strafe erhält.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><a href="Auge_f%C3%BCr_Auge" title="Auge für Auge">Auge für Auge</a></li>
<li><a href="Talion" title="Talion">Talion</a></li>
<li><a href="Selbstjustiz" title="Selbstjustiz">Selbstjustiz</a>
<ul><li><a href="Blutrache" title="Blutrache">Blutrache</a></li>
<li><a href="Lynchjustiz" title="Lynchjustiz">Lynchjustiz</a></li>
<li><a href="Ehrenmord" title="Ehrenmord">Ehrenmord</a></li></ul></li>
<li><a href="Nemesis" title="Nemesis">Nemesis</a></li>
<li><a href="Vergebung" title="Vergebung">Vergebung</a></li>
<li><a href="Wergeld" title="Wergeld">Wergeld</a></li>
<li><i><a href="Tit_for_Tat" title="Tit for Tat">Tit for Tat</a></i></li>
<li><a href="Todesstrafe" title="Todesstrafe">Todesstrafe</a></li>
<li><a href="Fluch" title="Fluch">Fluch</a></li></ul>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Rache" class="extiw external" title="wikt:Rache">Wiktionary: Rache</a></b>&nbsp;– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/r%C3%A4chen" class="extiw external" title="wikt:rächen">Wiktionary: rächen</a></b>&nbsp;– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size skin-invert-image" typeof="mw:File"><span title="Wikiquote"></span></span></div><b><a href="https://de.wikiquote.org/wiki/Rache" class="extiw external" title="q:Rache">Wikiquote: Rache</a></b>&nbsp;– Zitate </div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Revenge?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Revenge</a></span></b>&nbsp;– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Fachliteratur">Fachliteratur</h2></div>
<ul><li>Heinrich Beck: Art. <i>Rache.</i> In: <i><a href="Reallexikon_der_Germanischen_Altertumskunde" title="Reallexikon der Germanischen Altertumskunde">Reallexikon der Germanischen Altertumskunde</a></i>. Bd. 24. Berlin u.&nbsp;a. 2003. S. 45–47.</li>
<li>Fabian Bernhardt: <i>Rache. Über einen blinden Fleck der Moderne</i>. Berlin: Matthes &amp; Seitz 2021.</li>
<li>Jean Gaudemet: Art. <i>Familie I (Familienrecht).</i> In: <i><a href="Reallexikon_f%C3%BCr_Antike_und_Christentum" title="Reallexikon für Antike und Christentum">Reallexikon für Antike und Christentum</a></i>. Bd. 7. Stuttgart 1969, Sp. 286–358.</li>
<li>Hans-Joachim Gehrke: <i>Die Griechen und die Rache. Ein Versuch in historischer Psychologie.</i> In: <i><a href="Saeculum_(Zeitschrift)" title="Saeculum (Zeitschrift)">Saeculum</a></i>. Nr. 38, 1987, S. 121–149.</li>
<li>Hans-Joachim Gehrke: <i>Rache.</i> In: <i><a href="Der_Neue_Pauly" title="Der Neue Pauly">Der Neue Pauly</a>.</i> Band 10, Metzler, Stuttgart/Weimar 2001, Sp. 745–747.</li>
<li>Isak Karl: <i>Die Rachegesellschaft. Der Rachediskurs in den Printmedien. Ein Beitrag zur Logistik der Medien</i> Vision und Mission, Maria Saal 2003; ISBN 978-3-902412-01-0.</li>
<li><a href="Ekkehard_Kaufmann" title="Ekkehard Kaufmann">Ekkehard Kaufmann</a>: Artikel <i>Rache.</i> In: <i><a href="Handw%C3%B6rterbuch_zur_deutschen_Rechtsgeschichte" title="Handwörterbuch zur deutschen Rechtsgeschichte">Handwörterbuch zur deutschen Rechtsgeschichte</a></i>. Bd. 4. Berlin 1990, Sp. 126–127.</li>
<li>Konrad Maurer: <i>Altisländisches Strafrecht und Gerichtswesen.</i> Neudruck Osnabrück 1966. Konrad Maurer: <i>Vorlesungen über Altnordische Rechtsgeschichte</i> Bd. V.</li>
<li>Axel Paul: <i>Die Rache und das Rätsel der Gabe</i>. In: <i>Leviathan</i>, 2005, H. 2, S. 240–256 (soziologische Analyse).</li>
<li>Jean Procopé: Art. <i>Haß.</i> In: <i>Reallexikon für Antike und Christentum</i>. Bd. 13. Stuttgart 1986, Sp. 677–714.</li>
<li>Ursula Richter: <i>Die Rache der Frauen, Formen weiblicher Selbstbehauptung</i>. Kreuz Verlag, Stuttgart 1991, ISBN 3-7831-1114-5.</li>
<li>Philipp Ruch: <i><a rel="nofollow" class="external text" href="https://books.google.de/books?id=TtUUMQAACAAJ&amp;printsec=frontcover&amp;hl=de&amp;source=gbs_ge_summary_r&amp;cad=0#v=onepage&amp;q&amp;f=false">Ehre und Rache. Eine Gefühlsgeschichte des antiken Rechts</a></i>. Campus Verlag, Frankfurt/New York 2017, ISBN 978-3-593-50720-0.</li>
<li>Philipp Ruch: <i>Rachedesign. Vom äußeren Fremdzwang zum inneren Gefühl.</i> In: Milev, Yana (Hrsg.): <i>Design Kulturen. Der erweiterte Designbegriff im Entwurfsfeld der Kulturwissenschaft</i>, München 2013, ISBN 978-3-7705-5534-5, S. 113–126.</li>
<li>Daniel M Segesser: <i>Recht statt Rache oder Rache durch Recht? Die Ahndung von Kriegsverbrechen in der internationalen fachwissenschaftlichen Debatte 1872–1945</i>. Schöningh, Paderborn 2007, ISBN 978-3-506-76399-0 (= <i>Krieg in der Geschichte</i>, Band 38, zugleich <a href="Habilitationsschrift" title="Habilitationsschrift">Habilitationsschrift</a> an der <a href="Universit%C3%A4t_Bern" title="Universität Bern">Universität Bern</a> 2006).</li>
<li><a href="Wolfgang_Speyer" title="Wolfgang Speyer">Wolfgang Speyer</a>: Art. <i>Fluch.</i> In: <i><a href="Reallexikon_f%C3%BCr_Antike_und_Christentum" title="Reallexikon für Antike und Christentum">Reallexikon für Antike und Christentum</a></i>. Bd. 7. Hiersemann, Stuttgart 1969, Sp. 1160–1288. ISBN 978-3-7772-5006-9.</li>
<li><a href="Wilhelm_Eduard_Wilda" title="Wilhelm Eduard Wilda">Wilhelm Eduard Wilda</a>: <i>Das Strafrecht der Germanen.</i> Halle 1842.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Unterhaltungsliteratur">Unterhaltungsliteratur</h2></div>
<ul><li>Punisher, John: <i>Das Schwarzbuch der Rache</i>, 2004 (Rachegeschichten)</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Film">Film</h2></div>
<ul><li>Der <a href="S%C3%BCdkorea" title="Südkorea">südkoreanische</a> <a href="Filmregisseur" title="Filmregisseur">Filmregisseur</a> <a href="Park_Chan-wook" title="Park Chan-wook">Park Chan-wook</a> widmete dem Thema seine sogenannte Rache-Trilogie: <a href="Sympathy_for_Mr._Vengeance" title="Sympathy for Mr. Vengeance">Sympathy for Mr. Vengeance</a>, <a href="Oldboy_(2003)" title="Oldboy (2003)">Oldboy</a> und <a href="Lady_Vengeance" title="Lady Vengeance">Lady Vengeance</a></li>
<li>Die <a href="D%C3%A4nemark" title="Dänemark">dänische</a> Regisseurin <a href="Susanne_Bier" title="Susanne Bier">Susanne Bier</a> schuf mit „<a href="In_einer_besseren_Welt" title="In einer besseren Welt">In einer besseren Welt</a>“, Originaltitel „Hævnen“ (‚Rache‘), eine filmdramatische Reflexion über die <a href="Dialektik" title="Dialektik">Dialektik</a> von Rache und Verzeihung.</li>
<li>In Spielfilmen des Genres <a href="Rape-and-Revenge-Film" title="Rape-and-Revenge-Film">Rape-and-Revenge</a> erleidet eine weibliche Hauptfigur tiefe Demütigung durch eine Vergewaltigung. Die Protagonistin übt daraufhin blutige Rache an ihren Peinigern.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text">Kluge: <a href="Etymologisches_W%C3%B6rterbuch_der_deutschen_Sprache" title="Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache">Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache</a>.</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">Kaufmann Sp. 126.</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text">Ruch (2017) S. 229 ff.</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text">Ruch (2017) S. 310 ff.</span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text">Ruch (2017) S. 276.</span>
</li>
<li id="cite_note-gr14-14-6"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-gr14-14_6-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-gr14-14_6-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Grimm Bd. 14 Sp. 14.</span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text">Speyer S. 1167. Zu den Rechtsfolgen bei Racheverweigerung im frühgriechischen Recht: Ruch S. 314 ff.</span>
</li>
<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text">Beck S. 47.</span>
</li>
<li id="cite_note-9"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-9">↑</a></span> <span class="reference-text">Ruch (2017) S. 253 ff.</span>
</li>
<li id="cite_note-10"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-10">↑</a></span> <span class="reference-text">Ruch (2017) S. 287 ff.; 304 ff.</span>
</li>
<li id="cite_note-11"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-11">↑</a></span> <span class="reference-text">Ruch (2017) S. 299 ff.</span>
</li>
<li id="cite_note-12"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-12">↑</a></span> <span class="reference-text">Ruch (2017) S. 300 ff.</span>
</li>
<li id="cite_note-ge746-13"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-ge746_13-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-ge746_13-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Gehrke (2001) Sp. 746.</span>
</li>
<li id="cite_note-14"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-14">↑</a></span> <span class="reference-text">Aristoteles, <i>Rhetorica ad Alexandrum</i> 1422a 36 ff. Xenophon, <i>Memorabilia</i> 2, 6, 35.</span>
</li>
<li id="cite_note-Gaudemet-15"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Gaudemet_15-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Gaudemet_15-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Gaudemet Sp. 307.</span>
</li>
<li id="cite_note-16"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-16">↑</a></span> <span class="reference-text">Procopé Sp. 683 mit Fundstelle.</span>
</li>
<li id="cite_note-17"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-17">↑</a></span> <span class="reference-text">Ruch (2017) S. 308.</span>
</li>
<li id="cite_note-18"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-18">↑</a></span> <span class="reference-text">Gehrke (2001) Sp. 747 mit weiteren Nachweisen.</span>
</li>
<li id="cite_note-19"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-19">↑</a></span> <span class="reference-text">Gehrke (2001) Sp. 747.</span>
</li>
<li id="cite_note-20"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-20">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>Res gestae divi Augusti</i> 2.</span>
</li>
<li id="cite_note-21"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-21">↑</a></span> <span class="reference-text">Ovid, <i>fasti</i> 5, 571–577.</span>
</li>
<li id="cite_note-22"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-22">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Dido_(Mythologie)" title="Dido (Mythologie)">Didos</a> Rachegebet gegen <a href="Aeneas" title="Aeneas">Aeneas</a>: Vergil, <i>Aeneis</i> 4, 612; Speyer Sp. 1174.</span>
</li>
<li id="cite_note-23"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-23">↑</a></span> <span class="reference-text">Pausanias 6, 11, 6 f. In diesem Zusammenhang liegt die Bedeutsamkeit der Überlieferung, dass Cäsar zu Füßen einer Büste des <a href="Gnaeus_Pompeius_Magnus" title="Gnaeus Pompeius Magnus">Pompejus</a> erdolcht wurde.</span>
</li>
<li id="cite_note-24"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-24">↑</a></span> <span class="reference-text">Maurer S. 52.</span>
</li>
<li id="cite_note-25"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-25">↑</a></span> <span class="reference-text">Maurer S. 56.</span>
</li>
<li id="cite_note-26"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-26">↑</a></span> <span class="reference-text">Beck S. 46; Walter Baetke: <i>Der Begriff der „Unheiligkeit“ im altnordischen Recht.</i> In: <i>Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur</i> Bd. 66 (1942. S. 1–54)</span>
</li>
<li id="cite_note-27"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-27">↑</a></span> <span class="reference-text">Wilda S. 164; Maurer S. 59.</span>
</li>
<li id="cite_note-28"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-28">↑</a></span> <span class="reference-text">Maurer S. 60.</span>
</li>
<li id="cite_note-29"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-29">↑</a></span> <span class="reference-text">Maurer S. 63.</span>
</li>
<li id="cite_note-30"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-30">↑</a></span> <span class="reference-text">Jedoch galt es lange noch als vergleichsweise unehrenhaft, „seine Verwandten im Beutel zu tragen“.</span>
</li>
<li id="cite_note-31"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-31">↑</a></span> <span class="reference-text">Nahum 1.2.</span>
</li>
<li id="cite_note-32"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-32">↑</a></span> <span class="reference-text">Speyer, Sp. 1280, mit Nachweisen aus frühchristlichen Texten.</span>
</li>
<li id="cite_note-gr14-15-33"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-gr14-15_33-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-gr14-15_33-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Grimm Bd. 14 Sp. 15.</span>
</li>
<li id="cite_note-34"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-34">↑</a></span> <span class="reference-text">Gehrke Sp. 746.</span>
</li>
<li id="cite_note-schaarschmidt-2021-12-03-35"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-schaarschmidt-2021-12-03_35-0">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite">Theodor Schaarschmidt: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.spektrum.de/news/vergeltung-rache-ist-bittersuess/1955788"><i>Psychologie der Vergeltung: Rache ist bittersüß.</i></a> In: <i>spektrum.de.</i> 3.&nbsp;Dezember 2021,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 5.&nbsp;Dezember 2021</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3ARache&amp;rft.title=Psychologie+der+Vergeltung%3A+Rache+ist+bitters%C3%BC%C3%9F&amp;rft.description=Psychologie+der+Vergeltung%3A+Rache+ist+bitters%C3%BC%C3%9F&amp;rft.identifier=https%3A%2F%2Fwww.spektrum.de%2Fnews%2Fvergeltung-rache-ist-bittersuess%2F1955788&amp;rft.creator=Theodor+Schaarschmidt&amp;rft.date=2021-12-03">&nbsp;</span></span>
</li>
<li id="cite_note-36"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-36">↑</a></span> <span class="reference-text">Rengier, Strafrecht BT II, 10. Auflage, C. H. Beck, München 2009, §&nbsp;4 Rn. 20.</span>
</li>
<li id="cite_note-37"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-37">↑</a></span> <span class="reference-text">Fischer, StGB-Kommentar, 57. Auflage, C. H. Beck, München 2009, §&nbsp;211 Rn. 11.</span>
</li>
<li id="cite_note-38"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-38">↑</a></span> <span class="reference-text">Beck S. 45.</span>
</li>
<li id="cite_note-39"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-39">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.zeno.org/Literatur/M/Schiller,+Friedrich/Theoretische+Schriften/%C3%9Cber+das+Pathetische"><i>Über das Pathetische.</i></a> in: <i>Theoretische Schriften</i>, bei zeno.org – abgerufen am 28. April 2014</span>
</li>
<li id="cite_note-40"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-40">↑</a></span> <span class="reference-text">Zitiert bei Grimm Bd. 14 Sp. 17.</span>
</li>
<li id="cite_note-41"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-41">↑</a></span> <span class="reference-text">Grimm Bd. 14 Sp. 17.</span>
</li>
</ol>
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